Erlebnisse mit Pferden

Wie ich mein Pferd Largo fand

In der Landwirtschaftsmesse in Bern wurden meine Beine in die Stallungen zu den Pferden gelenkt. Mein Herz galt schon von Kindesbeinen an diesen wunderbaren Tieren. Ein Fohlen zu erwerben, dieses aufziehen und danach viele Jahre mit ihm zu verbringen, war mein sehnlichster Wunsch. In den verschiedenen Fachzeitschriften studierte ich die Qualitäten der Zuchthengste. La Paz, ein Trakehner Hengst schien für mich die beste Wahl. Er vererbt eine Ruhe, was für den Reiter angenehm ist. Im Stall standen verschiedene Junge Pferde, nur keines von La Paz, einem Schimmel-Hengst. Ich fragte den Betreuer, ob irgendwo ein Fohlen von meinem Wunsch Hengst steht.
„Leider nein, aber es gebe viele gute Fohlen.“
Von weiter hinten rief eine Stimme:
„Ich habe eines bei mir zu Hause.“
Mein Blick wandert die dunkle Gasse zu den hintersten Pferden. Dort stand ein kleiner Mann und er suchte nach mir. Schnell kam er mir entgegen.
„Ich heiß Sepp.“
„Mein Name ist Evelyne.“
Wir vereinbarten einen Termin. Ein paar Tage später fuhr ich zum Bauernhof, um mir das Fohlen von La Paz anzusehen. Ich erzählte Sepp, dem Züchter, warum ich mir so sehr ein Pferd wünsche.
„Ich reite in Pensionsställen, oft ein Pferd, welches ich noch nicht kenne. Mit dem jeweiligen Vierbeiner kann ich keine seelische Beziehung aufbauen. So zu reiten ist unbefriedigend.“

Während verschiedenen Auslandaufenthalten in England, Irland und Spanien hatte ich verschiedene Pferd zur Verfügung. Ich fühlte jedes Mal nach einem längeren Ausritt, die Schmerzen im Rücken waren nicht mehr zu spüren. Der Duft der Pferde, das weiche Fell, das Schnauben und das Reiben deren Köpfe an meinem Körper machten mich jedes Mal überglücklich. Mein Herz wurde frei, die Seele konnte wieder atmen.

Schon als kleines Mädchen fühlte ich mich zu den Pferden hingezogen. Meine Feinfühligkeit gab mir die Möglichkeit mich in deren Seelen einzufühlen. Auch kann ich mich in einen anderen Menschen einfühlen. Als ich noch klein war, lebten wir in einem Dorf mit Bauernhöfen mittendrin. Der Nachbar hatte zwei Pferde im Stall. Das eine stand ganz vorne bei der Stall-Türe. Dort verbrachte ich viele Stunden und betrachtete das braune Pferd und sog den Duft des Tieres ein. Im hinteren Stall stand das andere Pferd. Dort musste ich zum Fenster hochspringen um mich am Fenstersims fest zu halten. Nur ganz kurze Zeit konnte ich jeweils einen Blick auf das hellere Pferd werfen. Danach ließ meine Kraft nach. Einmal durfte ich, als 4-jähriges Mädchen, auf dem Wagen des Bauern mit in den Wald fahren. Ich war selig und fühlte mich überglücklich die Pferde längere Zeit betrachten zu können. Auf dem Heimweg gab es keinen Platz mehr auf dem Wagen. Der Bauer hob mich auf das braune Pferd hinter dem Kummet. Herrlich dieses Gefühl, die Bewegungen zu spüren. Leider war meine Mutter nicht damit einverstanden, ich durfte nie mehr mit den Pferden mit.

Meine Seele und die meines Pferdes haben sich gefunden

Vor vielen Jahren kaufte ich mir ein Fohlen, um es aufwachsen sehen und seine Entwicklungen zu spüren. Die Seele meines Pferdes ‚Largo‘ und meine Seele waren Partner. Das fühlte ich bereits, als ich ihm als Fohlen das erste Mal begegnete. Inzwischen kannten wir uns ganz gut. Während dem Putzen erzählte ich ihm was im Büro, auf der Straße, in den Bussen geredet wurde und welche wichtigen Ereignisse geschahen. Er hörte mir aufmerksam zu und stupfte mich ab und zu mit seiner Nase. Er erkannte, wann ich traurig war, eine Wut auf jemanden hatte, was mir alles an meinem Körper schmerzte. Er schüttelte den Kopf oder rieb seinen Kopf an meiner Brust, als ob er mich trösten wollte. Er ist sehr kitzlig, gab ich nicht acht, gab er mir sofort einen Stoß. Es kam vor, dass er sehr müde war, obwohl er die ganze Nacht in seiner Box verbrachte.

‚Magst du nicht mit mir durch Land und Wald streifen? Ich freue mich schon den ganzen Tag darauf.‘
Er knurrt nur vor sich hin und ließ mich wissen:
‚Lady in der Box neben mir jammerte die ganze Nacht, ich konnte nicht schlafen. Bin müde. Ihre Beine taten ihr weh. Ihr Meister machte wieder einmal die schrecklichen Übungen des eigenartigen Reitens. Wie sagt man dem?‘
Aha der wollte an den Western-Turnieren teilnehmen.
‚Der auf der anderen Seite schimpfte immer wieder über mich hinweg zu Lady, sie soll endlich einmal Ruhe geben.‘

Auch Pferde haben ihre Sorgen.
‚Wir nehmen es gemütlich, aber Bewegung muss sein. Sonst wirst du zu dick.‘

Wieder rieb er seinen Kopf an meiner Brust. Also war er einverstanden.

Guzzi in der Box

Auch wenn es nicht meine Aufgabe war die Box meines Pferdes  auszumisten, liebte ich es, ab und zu mit einer Schachtel Gutzi, zu ihm hinein zu gehen um Ordnung zu schaffen. Seine Box war 9m2 groß. Neben dem Eingang war der Fressdrog in der Ecke festgemacht. Die Mitte der Box war sein Wohnzimmer und Schlafplatz. Die Ecke gegenüber dem Eingang  hatte er zu seiner Toilette bestimmt. Seine Bollen waren immer dort zu finden; die ersten wurden in der Ecke platziert, das nächste Mal daneben und so weiter der Wand entlang. Daran konnte ich erkennen, wie lange nicht mehr ausgemistet wurde. Largo ging mir immer nach, wenn ich mit einer Gabel voll Mist zum Ausgang ging, um diese in die bereit stehende Karre zu kippen. Nach jeder Gabel nahm ich eines meiner Gutzi. Largo kam dann mit seinem Kopf neben mich.
„Das ist nicht gut für dich. Du bekommst keines. Du kriegst bald dein Abendessen. Verhungern musst du nicht.“

Mit einem ärgerlichen schnauben suchte er wieder in seinem Fressdrog, ob endlich seine Ration drin war. Immer wieder streichelte ich ihn, sprach ein paar herzliche Worte um ihm zu zeigen, dass ich ihn liebte. Uli schob den Futterkarren durch die Stallgasse und brachte den Kübel mit dem Futter für Largo. Ich kippte den in seinen Trog und verabschiedete mich nach einem Tätscheln und meinen gute Nacht Wünsche. Den Mist-Karren schob ich hoch auf den Miststock. Für uns Frauen war das immer eine Schwerstarbeit, denn das Brett ging bereits sehr hoch hinauf. Plötzlich bemerkte ich, etwas vergaß ich doch. Die Gutzi, die musste ich schnell heraus holen. Ein Blick in die Box ließ mich erahnen; in dieser kurzen Zeit hatte Largo seinen Trog leer gefressen. Und, wo war die Gutzi-Schachtel? Am Boden; versuchte er die Gutzi zu fressen? Die konnte er bestimmt nicht aus der Verpackung holen. Ich suchte nach den restlichen Gutzi, auch wenn ich sie nicht mehr essen konnte, Largo durfte diese nicht fressen. Ich suchte, aber es gab nur noch den leeren Karton. 
„Hast du die Gutzi gefressen?“ fragte ich Largo entsetzt. Der hob seinen Kopf hoch und kaute. Ich konnte seinen Kopf nicht erreichen, er ahnte, dass ich ihm die Gutzi aus seinem Mund angeln wollte. An den letzten paar Gutzi kaute er immer noch.
„Wenn du morgen Bauchschmerzen bekommst.“
Ich berichtete Uli, was Largo getan hat. Der lachte nur:

„Das ist bestimmt nicht das erst Mal. Keine Angst ich kontrolliere morgen seine Bollen.“
Ich musste keinen Tierarzt holen. Mich erstaunte immer wieder, bei dem was der manchmal frisst, dass er nie eine Kolik bekam.

Halt mit der Reitergruppe

Waren wir mit der ganzen Gruppe aus unserem Stall unterwegs, wurde immer ein Halt im Landgasthof oben auf dem Hügel ein Halt gemacht. Die Serviertochter kam um unsere Bestellungen aufzunehmen. Die einen banden ihre Pferden einem Baumast an. Mir schien das zu unsicher, ich kannte meinen Ausreißer. Den Weg zurück hätte ich zu Fuß gemacht und meine Kolleginnen und Kollegen hätten die unangenehme Aufgabe erhalten, Largo wieder einzusammeln.

Die Serviertochter brachte unsere Bestellung, die meisten bekamen ein Glas Wein und etwas zum Essen. Auch ich bekam einen Wein und eine Wurst.
„Die Wurst magst du bestimmt nicht. Du bist ein Pflanzenfresser. Diese gehört mir.“
Immer wieder stupste mich Largo, ich wehrte mich jedes Mal dagegen.
„Die Wurst macht dir nur Bauchschmerzen. Am Brunnen kannst trinken.“
Alles nützte nichts, irgendwann wurde ich weich, gab in die hole Hand ein wenig vom Wein und Largo leckte mit vollem Genuss daran. Die anderen lachten.

„Pass auf, irgendwann musst du ihm statt Wasser Wein zum Trinken geben.“
Wieder schupste er mich und dachte, wenn meine Mama das essen kann, dann geht das auch für mich. Ich schnitt ein kleines Rädchen von der Wurst und gab sie ihm mit etwas Brot. Wieder kaute er voll Genuss daran.
„Du hast einen Feinschmecker von Pferd. Irgendwann ist er mit seinem Futter nicht mehr zufrieden.“

Jedes Mal, wenn ich allein mit ihm unterwegs war, musste ich am Landgasthof vorbei um auf den Weg zurück in den Stall zu gehen. Aber Largo konnte es nicht lassen, auf den Platz des Restaurants einzubiegen. Konsequent mit harter Hand lenkte ich ihn weiter meinem gewünschten Weg. Es scheint, der Wein und die Wurst hat er nicht vergessen. Die nächsten Male, wenn ich mit der Gruppe unterwegs war, gab es nur Wasser ohne Wurst. 

Auf dem Weg zum Gempen

Mit der Gruppe Reiter von unserem Stall waren wir auf dem Weg zum Gempen. Ich war noch nie auf dem höchsten Punkt unserer Region. Es soll was Besonderes sein. Diesmal bogen wir beim Landgasthof nach links ab. Dem Waldrand entlang in Richtung des Bauerndorfes unterhalb des Gempen. Noch nicht ganz beim Dorf blieb Largo stehen. Er weigerte sich weiter zu gehen. Obwohl die anderen schon im Dorf waren, Largo wollte einfach nicht mehr weiter gehen. Er trat an Ort und weigerte sich meine Hilfen anzunehmen. Ich redete ihm gut zu:
„Es ist überhaupt nichts auf der Straße, du kannst weiter gehen. Die anderen sind bald durch das Dorf durch, Umdrehen gilt nicht, ich habe mich so gefreut einmal mit der Gruppe auf den Berg zu gehen. Und du brauchst auch deine Bewegung.“
Ich stupfte ihn mit dem Sporen und gab ihm einen Klaps auf den Hintern. Nach guten Zurufen der anderen Reiter gelang es doch noch mein Pferd zum Weitergehen anzutreiben. Endlich, er ließ sich erweichen und trabte den anderen nach.

„Was war das?“ wurde ich gefragt.

„Er hat Geister gesehen.“ Antworte ich aus Spaß.

Einige Wochen später erzählte mir eine Bekannte:
„Weißt du das nicht? Hier war der Richtplatz von Basel.“
In diesem Dorf wurden Menschen mit einem Schafott getötet oder an einem Seil erhängt. Sie starben auf eine tragische Art. Heute schwebten immer noch unbefreite Seelen herum. Seelen welche mit dem Leben nicht abschließen konnten. Sie blieben ohne Körper auf der Erde hängen. Später erzählte man mir, dass die Bewohner in diesem Dorf nachts Schreie und Stöhnen hörten. Von da an mied ich dieses Dorf und die umliegende Region. Das Dorf ist unweit von der Eremitage mit der Burg Birseck, einem der Kraftorte wo ich ab und zu Erholung suchte, entfernt.

Der Fuchs auf dem Weg

Wieder auf dem Heimweg zum Stall, langsam dunkelte es, erschreckte sich Largo heftig. Er zitterte am ganzen Leib. Ich darf nicht absitzen, dann würde er sofort losgaloppieren, in die andere Richtung. Ich suche mit meinen Augen den Weg nach irgendetwas ab. Gibt es auch hier Geister, welche die Tiere sehen können? Weit vorne lag etwas graues mitten auf dem Weg. Ich weiß, es ist Tollwutgefahr. Mein Pferd durfte unter keinen Umständen gebissen werden von einem Tollwütigen Waldtier. Zwei dunkle Augen zielten auf mich. Was ist das? Wie soll ich dieses graue Fellknäuel wegjagen? Mit einem stechenden Blick schaute ich in die dunklen Augen des Fellknäuels. Ich erkannte es, ein Fuchs mit grauem Fell. Man sagte mir, dass vermutlich die Tollwut dieses Tier bereits getroffen hat. „Na du Gauner, warst du der Dieb, welcher die Hühner in unserem Stall gestohlen hat? Nun hast du Bauchschmerzen.“

Vor ein paar Tagen entdeckte Uli, seine Hühner waren trotz geschlossener Türe nicht mehr im Stall. Er wusste es, der Hund hat heftig gebellt, der Fuchs hat die Hühner im Stall von Uli geholt?
„Schäm dich. Die waren wichtig für seine Existenz.“

Es brauchte viel Geduld. Ob Largo diese hatte? Er tänzelte unruhig auf Platz. Ich streichle seinen Hals und rede ihm beruhigende Worte zu. Irgendwann stand der Fuchs auf. Sehr langsam verschwand er im Wald. Der Jagdaufseher wird ihn finden, falls sich eine Tollwut bei diesem Fuchs zeigt.

Esel

In der Nähe von Largo’s Box lebte ein einsamer Esel. Dieser hatte seine eigene kleine Weide. Mein beinahe täglicher Besuch bei Largo brachten mir immer wieder Überraschungen. Largo ärgerte sich derart, dass er in seiner Box herumstampfte.
‚Was ist jetzt wieder nicht gut bei dir?‘
Er verstand meine Gedanken und wusste, dass ich mir Sorgen um ihn machte. Wieder rief es Iaaaaahh aus der Nähe.
‚Das ist doch nur ein Esel. Der begrüßt dich und deine Kollegen hinter dem Stall.‘
Ich streichelte ihn, versuchte ihn zu beruhigen. Sein zucken durch den ganzen Körper beunruhigten mich. Heute wollte uns einen anderer Reiter vom Stall ins Gelände begleiten. Wenn man neu ist, kennt man sich noch nicht gut genug aus. Wieder ertönte ein kräftiges Iaaaaahh. Largo stampfte auf den Boden und versuchte mir klar zu machen, dass er den Esel nicht mag.
‚Das ist doch nur der Esel.‘ Largo schüttelte sich:
‚Das ist ein Ausländer.‘
ich versuchte mich in seine Gedanken einzufühlen.
‚Warum ein Ausländer? Der ist ein Vierbeiner wie du auch.‘
‚Ausländer, der spricht anders. Ich mach Whiiii und der macht Iaaaaahh.‘

Aha, Largo ärgerte sich über das ‚I aaaa‘ des Esels.

Bald wechselte ich den Stall, in jenem Gelände gab es hoch oben einen Bauernhof, wo auch Esel auf der Weide standen. Ich wusste es nicht, bis wir auf unserer Runde im Gelände noch vor dem Bauernhof waren. Ein Iaaaaahh rief uns entgegen. Wieder trat Largo auf der Stelle.
‚So mein Lieber, jetzt ist Schluss mit deinem Theater.‘
ich wendete Largo, aber nicht um einen anderen Weg zu nehmen. Den Kopf von Largo drehte ich so, dass er die Weide und den Esel nicht sehen konnte. Und dann legte ich den Rückwärtsgang ein. Wenn es nicht vorwärts geht, dann eben rückwärts. So kamen wir an der Weide mit Esel vorbei, Largo bemerkte es nicht, so glaubte ich.
‚In Zukunft gehen wir ganz normal vorwärts an dieser Weide vorbei, Esel hin oder her.‘
Mit dem Pferd und auch Hunden muss man eine gute Beziehung aufbauen. Das Tier muss wissen, wer der Boss ist.

Wasser

Nach meinen schrecklichen Erlebnissen mit dem Meer, hatte ich Angst in einem See oder Schwimmbad zu schwimmen. Wasser blieb für mich ein negatives Element. Im Gelände wich ich den Stellen aus, wo wir durch einen Bach oder eine Wasserstelle hätten reiten müssen. Hatte es stark geregnet, blieben kleinere und größere Tümpel auf der Straße liegen. Nur schon das bisschen Wasser auf der Straße machten Largo zu einem unruhigen Tier. Mir blieb nichts anderes übrig, wir mussten durch den Tümpel, denn die Wiesen beidseits waren aufgeweicht. Pferde würden im Boden einsinken. Also wieder der Rückwärtsgang. Irgendwann hat es Largo begriffen, er musste da durch. Einige entdeckten, Largo konnte man für die Vielseitigkeitsprüfungen trainieren. Der sprang über alles hinweg, war sehr schnell im Galopp und hatte Ausdauer. Kollegen wollten es mit Largo ausprobieren; ich mahnte den Reiter:

‚Largo wird nicht durch Wasser gehen.‘

Man lachte mich aus und erklärte mir, dass jedes Pferd durch Wasser geht. Als sie wieder zurück waren fragte ich:

‚Und ging er durch das Wasser?‘

‚Überhaupt kein Problem. Der kam mit uns allen mit.‘

In einer Gruppe bleibt einem Pferd nichts anderes übrig, aber wenn er allein gehen muss. Diesmal wählte ich den Weg, wo wir durch das Wasser mussten. Und siehe da auch mit mir ging er durch den Bach, ohne zu zögern.

Das andere Wasserthema war im Sommer nach einem längeren Ausritt, durften die Pferde ihre Beine im Wassergraben abkühlen. Auch hier zögerte Largo:

‚Das tut deinen Beinen gut, mach nicht wieder ein Theater.‘

ich trieb ihn an. Er hat es bemerkt, es tat seinen Beinen gut.

Um seinen ganzen Körper abzukühlen, holte ich den Schlauch hervor. Ganz vorsichtig begann ich seine Beine abzuspritzen, ging immer höher bis auch sein Rücken und Hals abgespritzt werden konnte. Er ließ es sich von mir gefallen, weil er wusste, dass ich sehr vorsichtig mit dem Wasser hantierte. Wollte jemand anderer ihn abspritzen, wehrte er sich vehement dagegen. Bis sich auch diese Person mit ihm anfreundetet, dann ließ er sich das gefallen.

Das war der Grund, warum es zu meinem Unfall kam. Ich stand daneben und eine ihm noch nicht angefreundete Person wollte ihn abspritzen.