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Das Buch die grüne Fee

Vor vielen Jahren rief mich mein Freund Hans an: „Du glaubst es nicht, ich habe auf meiner Reise nach Schottland in einem Garten riesiges Gemüse gesehen. Kohlköpfe, Karotten, Salatköpfe und anderes. Ein Blumenkohl wog über drei Kilo.“

Mein Freund besuchte den Garten Findhorn in Schottland

Die Mitbegründerin Dorothy Maclean schrieb ein Buch darüber; ‚Bewohnerin zweier Welten‘.

Unterhalb der Schloss-Ruine Alt Falkenstein stand der Pensions- und Reitstall Schlosshof. 

Der umtriebige Schlossgeist gab immer mehr Rätsel auf.

Doris Manser, genannt die grüne Fee, brachte aus ihrem langjährigen Aufenthalt in Indien Samen von Gemüse mit in die Schweiz. Pilger aus Schottland brachten diese nach Indien zum Meister von Doris. Sie ist gelernte Gärtnerin. Ihre Setzlinge wachsen jetzt im magischen Wald ihres Vaters genauso riesig. Immer wieder verschwanden Kohlköpfe, Karotten und anders ihrer Gemüse. Wer sind die Diebe?

Auf mysteriöse Weise werden immer wieder irgendwo auf der Erde Kornlager, Gemüseplantagen, Rebberge, Rinderherden, Schweinezuchten wie auch Kaffee- und Teeplantagen vernichtet. Wer will die Weltbevölkerung aushungern?

Welchen Zusammenhang haben diese Attacken mit den Dieben aus dem magischen Wald der grünen Fee zu tun?

In der nahe stehenden Burgruine soll es einen Geist geben. Dieser ruft in vielen Nächten irgendwas. Nicht alle Bewohner der umliegenden Dörfer können es hören. Aber Luca, der Lehrling des Pensions-Stall und auch die grüne Fee hören ihn. Eines Nachts zieht Luca los zur Burgruine, nur wurde er danach nicht mehr gesehen.

Absinth, ein Schnaps aus Wermutkraut, Fenchel, Anis, Angelika,

dieser Duft wird vom Wind über den magischen Wald geblasen.

Kohl, Karotten, Kartoffeln usw.

Vor vielen Jahren erzählte mir mein Freund Hans, er habe auf seiner Reise nach Schottland, eine Gruppe Männer und Frauen kennen gelernt, welche sich dem Anbau des riesigen Gemüses gewidmet haben. Man glaubte, dass es am Boden lag; dieses Gemüse konnte nur dort wachsen. Ob die Frauen in Schottland ebenfalls als grüne Fee bezeichnet werden könnten.

Der Schlossgeist ruft

Unterhalb der Schloss-Ruine Alt Falkenstein stand der Pensions- und Reitstall Schlosshof.  Der umtriebige Schlossgeist gab immer mehr Rätsel auf. In Wirklichkeit wirkt im Schloss Bechburg oberhalb von Oensingen. Luca, der Lehrling im Reitstall ging eines nachts hoch zur Burg, er wollte den Schlossgeist kennen lernen.

1   Der magische Wald

 Zwei Wochen vor Weihnachten

„Luca, nur eine Stunde. Und nicht in den magischen Wald eindringen. Du weißt, wir haben ein Verbot des Besitzers. Die Wege wurden mit Baumstämmen abgesperrt. Ich will keine Unfälle!“ rief der Besitzer der Reitschule Schlosshof, Hans Bodmer. Luca, der Lehrling, übernahm mit seinen siebzehn Jahren große Verantwortungen. Er setzte sich auf Pedro, einem ausgedienten Turnierpferd. Er musste den Fuchs gut unter Kontrolle halten, denn dieses Pferd war trotz seinem Alter, immer noch sehr wild und nutzte die Gelegenheiten, um auszureißen. Sybille, die Reitlehrerin ging zu jedem Pferd, um noch einmal den Sattelgurt satter zu ziehen.

„Rebecca bitte pass auch auf Kevin auf. Luca braucht deine Hilfe.“ Kevin hatte mit seinen zwölf Jahren sein eigenes Pony, Tschipsi. Es war ein Braun-Weiß geschecktes Tier ohne bekanntem Alter. Nicht immer tat es das, was Kevin von ihm verlangte. Rebecca, eine sechzehnjährige Reitschülerin, saß auf Romana, einer braunen, ehemalige Zuchtstute. Die Freundin von Rebecca, Vanessa durfte den Schimmel Silver, ihrem Liebling, reiten. Stolz saß sie auf dem schönen Pferd und strahlte übers ganze Gesicht. Sie konnte es kaum erwarten endlich loszureiten. Auch Silver war ein ehemaliges Turnierpferd. Er gewann einige Dressurprüfungen. Silver und Vanessa verstanden sich ohne Hilfen und Worten.

„Los geht’s, in zweier Kolonne. Kevin du reitest rechts neben mir.“ Die Gruppe mit den vier glücklichen Reiterinnen und Reiter gingen im Schritt den Weg vom Stall weg zur stark befahrenen Straße. Diese musste überquert werden. Luca achtete auf Kevin auf seinem Pony.

„Er hat Angst“ jammerte Kevin.

„Der hat keine Angst, du hast Angst. Wenn deine Reitkollegin auf Tschipsi sitzt, gibt es keine Schwierigkeiten. Also sei ein Mann.“ Kevin kaute auf seiner Unterlippe, er schämte sich. Silver streckte seinen Hals, er schaute auf den kommenden Lastwagen. Diese riesigen Klötze auf Räder mochte er gar nicht. Damit wurde er immer an die Turniere gefahren.

„Nach dem Motorrad gehen wir zügig über die Straße. Im Schritt wie immer.“ Gab Luca im Befehlston nach hinten zu den beiden jungen Damen. Diesmal schafften es alle gemeinsam auf die gegenüber liegende Straßenseite zu kommen. Die kleine Gruppe ging im Schritt weiter den Hügel hoch, an den wenigen kleineren Häuser vorbei. Nun im freien Feld gingen die Pferde im starken Schritt den Naturweg hoch in Richtung Wald. Bald erreichte die Gruppe die Höhe des Hügels. Noch bevor sie im Wald verschwanden, genossen die Reiterinnen wie auch ihre Pferde den Blick zurück zum Stall und dem kleinen Dorf mit dem Kirchturm. Unruhe lag in der Luft. Der Wind wehte einen starken Duft in die Nase der Vierbeiner. Nach was roch es? Woher kam dieser Duft?

„Weihnachten!“ rief Kevin. Rebecca und Vanessa riefen gemeinsam zurück:

„Bis zu den Weihnachten dauert es noch, Kevin.“ Weiter erzählte Rebecca:

„Das habe ich letztes Mal als ich mit den anderen hier oben war auch gerochen. Es riecht nach Anis.“ Vanessa nickte heftig mit dem Kopf. Auch ihr fiel dieser Duft auf. Eine dunkelgraue Wolke zog über den magischen Wald hinweg in ihre Richtung. Luca ahnte etwas. Letztes Jahr fuhr er öfter in seiner Freizeit mit dem Mofa in den Wald. Dort hatte der Besitzer jenes Waldstückes ein kleines schnuckeliges Waldhaus. Der letzte Sturm war nicht so heftig, trotzdem wurden Bäume umgekippt. Die Wege im magischen Wald waren meist nicht mehr begehbar. Der Rauch machte ihm Angst. Ob das Waldhaus brannte?

„Hat jemand von euch das Handy mit?“

„Du sagst immer, wichtige Gegenstände nicht zum Reiten mitnehmen. Sollten wir etwas verlieren, finden wir diesen Gegenstand im Gelände nie mehr“ meinte Vanessa. „Ja, leider. Trotzdem sollte jemand das Handy mitnehmen.“

Der Anis Duft und die langsam ziehende Wolke brachte ein magisches Gefühl in die Pferde und deren Reiterinnen. Die Pferde tänzelten an Ort, besonders Tschipsi versuchte Kevin den Zügel zu entreißen. Luca versuchte das Pony am Zügel zu fassen.

„Kevin halte dein Pony. Wir biegen nach rechts ab und gehen schnell in unseren Wald.“ Das Pony war nicht einverstanden. Es zog immer heftiger.

„Autsch“, schrie Kevin. Seine kleinen Hände wurden von dem Zügel aufgerissen, wonach dieser am Hals runter hing. Tschipsi war frei, er galoppierte freudig los dem herrlichen Duft im Wald entgegen. Der kleine Reiter hatte kleinen Einfluss mehr auf sein Pferdchen. Luca war schockiert, er kannte den Zugang in den magischen Wald. Von den Waldarbeitern hatte er gehört, es soll ein großer Baumstamm über den Eingangsweg liegen. Der Besitzer, Friedolin Manser, wollte nicht, dass fremde Leute in seinen Wald kommen. Erst letzte Woche besuchte Luca seinen Freund Friedolin im Waldhaus. Dabei brachte er ihm eine Schachtel Weihnachtsgutzi von Frau Bodmer, seiner Chefin, mit.  

„Kevin kommt nicht weit, wir reiten ruhig auf den anderen Wald zu. Aber nicht hinein, Bäume liegen über der Straße“ teilte Luca den beiden Reiterinnen mit. Ruhig ritten die drei auf den kleinen Wald zu, wo Kevin verschwand. Ohne auf seinen Reiter zu achten galoppierte Tschipsi auf den quer liegenden Baumstamm zu. Kevin schrie vor Angst seinem Pony zu:

„Hier kommst du nicht rüber, der ist zu hoch.“ Tschipsi setzte zum Sprung an, Kevin zog seinen Kopf ein, er wollte ihn nicht am runter hängenden Ast stoßen. Mit seinen kleinen Händen klammerte er sich in der Mähne fest. Der Baumstamm war hoch, Tschipsi stieß mit den Beinen an den Baumstamm. Kevin flog im hohen Bogen neben dem Pony über den Baumstamm und landete hinter dem Baumstamm auf dem Boden. Ohne auf seinen Reiter zu achten galoppierte Tschipsi dem Anis-Duft entgegen. Kevin blieb vom Schlag an seinen Kopf benommen am Boden liegen. Inzwischen erreichten auch Luca, Rebecca und Vanessa den Baumstamm, sie hatten befürchtet, dass Kevin verletzt war. Die beiden jungen Damen ärgerten sich über Kevin, denn sie hatten sich auf die lange Galoppstrecke gefreut. Die beiden Reiterinnen saßen vor dem Baumstamm von ihren Pferden ab. Wo ist Tschipsi? Luca kletterte über den hoch liegenden Baumstamm. Er kniete sich neben Kevin und kontrolliert seine Beine, Arme und schaut die blutende Verletzung am Kopf an.

„Ein Pflaster und dein Kopf ist bald wieder gut. Kannst du aufstehen?“ Luca half dem Jungen, leider konnte dieser nicht auf seinen Beinen stehen. Er jammerte vor Schmerzen. Luca überlegte kurz und meinte:

„Rebecca setz dich auf dein Pferd. — Und wir zwei ……..“ dabei richtete er sich an Vanessa.

„Wir heben Kevin auf Romana vor Rebecca. Er kann nicht mehr gehen.“ Viel Mühe und Kraftaufwand brauchte es, um den Jungen über den Baumstamm zu tragen. Immer wieder schrie er vor Schmerzen.

„Hat er das Bein gebrochen?“ fragte Rebecca.

„Kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall müssen wir ihn zum Arzt bringen.“ Rebecca war entsetzt:

„Ich reite mit dem nicht in die Stadt zum Arzt.“ Luca lachte:

„Mit dem Auto natürlich.“ Endlich, Kevin saß vor Rebecca auf Ramona. Er streichelte der Stute über den Hals.

„Auf einem so hohen Pferd habe ich bisher noch nie gesessen“ lachte Kevin und fragte Luca:

„Was ist mit Tschipsi, den musst du auch suchen.“ Eine Nebelwand tat sich vor ihnen auf. Die Stille machte sich breit. Die Vier schauten nach allen Seiten; wo steckte das Pony?

„Pferde kennen ihren Heimweg. Er wird allein in den Stall zurücklaufen.“ Luca dachte über die Schelte seines Chefs Hans Bodmer nach. Rebecca und Vanessa machten sich mit der Fracht auf den Weg, um schnell im Stall anzukommen. Noch bevor Luca wieder auf Pedro stieg, blieb er neben seinem Pferd stehen, schaute sich um, horchte nach Geräuschen. Gab es irgendwo ein Wiehern?  Immer wieder schaute Luca in den magischen Wald hinein. Hatte er sich geirrt? Weit hinten stand eine Gestalt. Bald darauf verschwand diese Gestalt wieder. Luca schüttelte sich, hatte er sich getäuscht? Wieder horchte er; waren das Pferdehufe? Bald darauf standen Romana und Silver wieder neben Pedro. Leise schimpfte er mit den beiden jungen Damen.

„Ich habe doch gesagt ihr sollt zurückreiten.“ Kevin schaute sich um, er war enttäuscht. Auch er konnte Tschipsi nirgends entdecken. Er setzte zum Rufen an, Rebecca konnte ihm noch rechtzeitig den Mund zu halten.

„Leise, wir sind im magischen Wald.“