5 Millionäre vermissen ihr Geld

geheimnisvoll – magisch – spannend bis zum Schluss

Bereit für eine 1. Auflage 

Fünf befreundete Millionäre, ein Architekt, Roman Hartmann, ein Wissenschaftler, Aaron Kahn, ein Professor und Chemiker, André Cornaz, ein Händler, Import und Export, Omar Yildiz, sowie die Gräfin mit ihrem Ehemann, dem Verleger und Journalist, Tiberius Sacher, bangen um ihre geheimen Vermögen. Nachdem ihr Vermögensberater bei der Basler Bank, NBS in Basel, Thierry Latour, fristlos entlassen wurde, taucht dieser unter. Der Bankpräsident der NBS wird eines nachts in den Gassen der Basler Altstadt ermordet aufgefunden.

Die Visionäre, Henry Stone und Roy Wood, ehemalige Kommissare bei Scotland Yard, erhalten von den fünf Millionären den Auftrag, nach Thierry Latour zu suchen. Verlieren die Millionäre jetzt ihr gesamtes Vermögen? Wohin wurden die Millionen transferiert?

Die magischen Ermittler erhalten in ihren Visionen Bilder, wo sie nach Thierry Latour suchen können. Die Hacker, sie nennen sich „Das Auge“ finden die Millionen. Diese Hacker dürfen nicht auf die Konten zugreifen, tun es trotzdem. Immer wieder erhalten die fünf Millionäre, und auch die Ermittler, Mails mit Informationen von „Das Auge“. Es ist erstaunlich, über wie viel Kenntnisse diese Hacker über die ganze Situation verfügen. Ron Wood findet Thierry in seiner Wohnung in Thionville. Gemeinsam gehen sie in Luxemburg auf die Suche nach dem Hacker vom Auge. Sie verfolgen ihn über den Ärmelkanal nach England. Die Visionäre machten die Zentrale von ‚Das Auge‘ ausfindig und melden den Standort von ‚Das Auge‘ der Polizei. Obwohl Scotland Yard die Büros der Hacker aufgelöst hat, melden sich andere Hacker, welche sich „Das Auge Ost“ nennen.

Orte der Handlungen   

Basel – Auf dem Land nahe Basel – Bündner Herrschaft – Thionville – Luxemburg – Fähre über den Ärmelkanal – London – Israel – Venedig – Küste vor der Türkei – Küste vor Syrien

Bank NBS in Basel    20. Februar

Die Lift Türe im Bankgebäude der NBS Bank in Basel öffnete sich, der junge Vizedirektor, Thierry Latour, sah sich einem großen, breitschultrigen Mann gegenüber. Der schlanke, leicht gebaute Bankangestellte war anfangs Dreißig, eins fünfundsiebzig groß. Seine elegante Bankkleidung hatte nicht die Wirkung auf den furchterregenden Mann, welche sie haben sollte. Der massige Mann zeigte seinen Ausweis.

„Bitte geben Sie mir Ihre Auto- und Wohnungsschlüssel.“ Der junge Mann weigerte sich, ein Polizist kam hinzu, packte ihn und griff in seine rechte Jackentasche danach in die andere.

„Wo sind ihre Schlüssel?“ Latour entgegnete:

„Das geht Sie nichts an. Zeigen Sie mir einen richterlichen Beschluss. Ich kenne meine Rechte.“ Der Polizist hielt den von einem Richter unterschriebenen Beschluss unter seine Nase. Thierry sah sich das Papier genau an, es könnte gefälscht sein. Es blieb ihm nichts Anderes übrig, als den Wagenschlüssel aus seiner Innentasche zu nehmen. Den warf er vor dem Polizisten auf den Boden. Bis dahin war er nur verunsichert, aber jetzt stieg die Wut in ihm gegen die Männer hoch, wie auch gegen seine Vorgesetzten, welche mit Sicherheit diese Maßnahmen veranlassten. Etwas beschwerlich bückte sich der Mann in Uniform nach dem Schlüssel. Die zu vielen Kilos bereiteten dem Mann Mühe.

„Wo ist der Wohnungsschlüssel?“ Kurz gab Latour zur Antwort:

„Nicht hier.“ Der Wachschutzmann, ein schwergewichtiger Klotz, griff nach einem Arm von Latour. Der große Kerl begleitete den angeschuldigten Bankangestellten zu seinem Arbeitsplatz.

„Nur deine persönlichen Sachen mitnehmen.“ Latour öffnete alle Schubladen, um nachzusehen, was er mitnehmen musste. Heute zeigte es sich positiv, dass er nie irgendwelche persönlichen Unterlagen und Gegenstände an seinem Arbeitsplatz deponiert hatte.  In einer Hängemappe steckte eine alte Zeitung, diese musste er unbedingt mitnehmen. Der Wachtschutzmann hatte nur ein schiefes Lächeln.

„Die brauchen Sie bestimmt nicht mehr. Werfen Sie diese Zeitung in den Papierkorb.“ Thierry schaute den klobigen Mann erstaunt an:

„Die gehört mir, auch wenn sie nicht mehr aktuell ist.“ Und schon steckte auch dieses Papier in seiner Mappe. Der Klotz schob den schlanken Latour aus dem Büro:

„Nun folgen Sie mir.“ Das Herz des Bankangestellten blieb für kurze Zeit stehen. Der Wachschutzmann ging voraus. Sie gingen den langen Korridore entlang, die Treppe hoch zu den Räumen der Geschäftsleitung. Latours Schritte wurden langsamer, nur zögernd und vorsichtig ging er hinten nach. Die Schritte der beiden Männer wurden auf dem sehr teuren Teppich gedämpft. Der Satz seines Vorgesetzten:

‚Kommen Sie morgen bitte pünktlich ins Büro’

hämmerte in seinem Kopf. Latour war als Vermögensverwalter für einige wichtigen Schweizerkunden zuständig. Für ein paar schwergewichtige Herren bot er einen besonderen Service, damit sie ihre Vermögen vermehren konnten. Vor zwei Wochen hatte er ein Gespräch mit seinem Vorgänger, welcher entlassen wurde. Er machte sich Gedanken darüber. Latour schoss die Frage durch seinen Kopf:

‚Hatten meine Kunden ihre Vermögen versteuert? Wurden die geheimen Konten bei der Bank meines Kollegen Valentin, welche ich noch vor zwei Tagen übertragen hatte, gefunden? Hatte er mich verraten‘?

Langsam ging er dem riesigen Mann nach. Die Bemerkung seines Chefs machte ihn vorsichtig. Gut, dass Latour einen Koffer und die Tasche mit dem privaten Laptop und die wichtigen Unterlagen vor er in die Bank ging, bei einem Freund deponierte. Seine Partnerin Ariane realisierte am Morgen während dem Frühstück seine Nervosität. Auf ihre Frage antwortete er ihr nur, sie solle nicht auf ihn warten. Die Schlüssel zur Wohnung, seine Ausweise und andere verräterische Gegenstände hatte er voraussehend an einen geheimen Ort deponiert. Seinem Vorgänger erging es genauso. Beim Treffen mit seinem Vorgänger erzählte dieser ihm, was damals geschah. Die angeschuldigten Verfehlungen konnten ihm nie nachgewiesen werden. Der Mann bekam nach der fristlosen Entlassung nie mehr eine Anstellung in einer anderen Bank. Heute war er als Sachbearbeiter mit einem sehr niedrigen Lohn in einer kleineren Firma angestellt. Seine Frau ließ sich scheiden und seine erwachsenen Kinder wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Nach einem solchen Vorfall war das Leben eines Bankangestellten ruiniert. Thierry Latour’s Wohnung und auch die Bank befanden sich im Dreiländereck, Schweiz, Deutschland und Frankreich. Nach dem Gespräch mit seinem Vorgänger hatte er mit seinem Freund Valentin, welcher für eine andere Bank arbeitete, einen Plan vereinbart.

‚Ich muss mich auf ein schnelles Ende vorbereiten.‘ 

Während Latour und der Wachschutzmann zum Büro des Bankangestellten gingen, durchsuchte der Polizist in der Garage den Wagen von Latour. Nichts, gar nichts fand er was als Hinweise zu den Anschuldigungen des Bankpräsidenten Pius Seiler führen könnte. Enttäuscht meldete der Polizist in die Zentrale das Ergebnis der Durchsuchung.

Der Wachschutzmann lenkte Latour auf eine Türe zu, hinter welcher sich der große Sitzungssaal der Geschäftsleitung befand. Damals, vor drei Jahren, als Latour die Stelle bei dieser Bank bekam, wurde er ebenfalls in diesen Raum begleitet. Der Riese klopft an die Türe, ohne eine Antwort abzuwarten öffnete er und bat Latour, einzutreten. Vorsichtig ging Latour in den Sitzungsraum. Der Wachtschutzmann lenkte den jungen Bankangestellten zu einem Stuhl vor dem langen Tisch an welchem vier Männer und eine Frau ihm gegenüber saßen. Den CEO, Marius Leclerc, sein Vorgesetzter und den Präsidenten der Bank, Pius Seiler, ein eher kleiner, unscheinbarer Mann, anfangs sechzig, kannte er bereits. Das Gesicht des Präsidenten ist glattrasiert, so glatt wie sein ganzes Wesen. Pius begrüßte den Bankangestellten freundlich und stellte ihm die unbekannten Herren und die Dame vor.

„Der Herr zu meiner Linken ist der Direktor der Bankenaufsicht, Eric Steinmann. Die Dame neben Herrn Leclerc ist die Staatsanwältin Frau Jill Cador.“ Latour hatte diesen Namen im Zusammenhang mit anderen Fällen gehört.

„Und neben der Staatsanwältin sitzt der Chef der Kriminalpolizei, Zeno Marquart.“ Zeno ist ein breitschultriger mittelgroßer Mann. Er verfügt über eine große Körperkraft. Sein großer Kopf mit einem ausdruckslosen Gesicht wendete sich zum Angeklagten. Thierry wurde derart von einer Wut gepackt, dass er nach vorne schnellte und den Präsidenten anschrie:

„Ich habe nichts verbrochen! Was wollt ihr mir vorwerfen? Soll das eine Pseudo-Verhandlung gegen mich werden, wie Sie es mit meinem Vorgänger machten?“ Der Präsident wird nervös, sein Blut stieg ins Gesicht. Er ahnte, Latour hatte mit seinem Vorgänger gesprochen? Die Staatsanwältin beruhigt den explodierten Bankangestellten, was sie begreifen konnte.

„Wir werfen Ihnen nichts vor. Sie sind nicht beschuldigt. Wir sind hier als Zeugen.“ Leclerc sein Vorgesetzter erhob sich und übergab ihm zwei Blätter mit dem Signet der Bank.

„Wir übergeben Ihnen das Kündigungsschreiben mit der eingehaltenen Kündigungs-Frist. Bitte unterschreiben Sie den Erhalt auf der Kopie des Schreibens.“ Thierry schoss es durch den Kopf.

‚Die Abrechnung für sechs Monate Lohnzahlung, das Feriengeld und den Bonus ergeben viel Geld. Ich muss mich mit meinem Freund Valentin treffen. Gut, dass ich die Konten meiner fünf wichtigsten Kunden vor zwei Tagen übertragen habe. Meinen Kunden soll wegen diesem Verbrecher Seiler nichts geschehen.‘

„Mit Ihrer Unterschrift sind Sie von diesem Gespräch und Ihrem Arbeitsplatz entlassen.“ Diese Worte von Seiler bohrten sich in die Glieder von Latour.

Usw.

Fortsetzung

Thierry fuhr auf Umwegen zum Carlos Kaffee, wo er heute Morgen seinen Koffer und die Tasche deponierte. Es wäre eine Katastrophe gewesen, hätte man diese Dokumente mit Laptop gefunden. Noch vor seinem Arbeitsbeginnt nahm er diese wichtigen Dokumente und seinen privaten Laptop mit. Zwei Koffern mit Kleidern stellte er noch in die Garage seiner Wohnung. Die Inhaberin des Kaffees sah den jungen Mann kommen. Sie holte die beiden deponierten Gepäckstücke aus ihrem Büro. „Möchtest du noch einen Kaffee?“ Thierry winkt ab und erklärte ihr er habe es sehr eilig. Aus der Laptop-Tasche holte er sein Handy und Tablet. Ein Mail wurde angezeigt. Thierry öffnete die Datei, um zu sehen, wer ihm etwas mitteilen wollte.

Hallo Thierry Latour

Man will Sie aus der Bank entlassen. Seien Sie vorsichtig. Der Richter hat die Durchsuchungspapiere unterschrieben. Das Kündigungsschreiben ist auch schon bereit.
Das Auge

Das hätten die mir schon früher melden dürfen. Wer ist das Auge?  Dachte Thierry